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Vrall

Gelehrter

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121

Mittwoch, 30. April 2014, 14:41

Nein, die meisten spielen um Spaß zu haben. Für manche ist das Authentizität, für manche ist es, auf einen pinken Einhorn in den Sonnenuntergang zu reiten.

Ich weiß was du meinst, aber ich kann mich mit dieser allgemeingültigen pauschal angewandten Toleranzschiene nicht anfreunden. Jeder Mensch hat doch Grenzen, die ebenso ein Stück weit seine Persönlichkeit definieren. Wenn jemand offen Vergewaltigungen oder Schlimmeres ausspielt und sagt er macht das weil es Spaß macht, dann kriegt er von mir gehörig was zu hören. Wenn er sagt er macht das, weil ihn die dadurch entstehenden Gruppendynamiken und die Dramaturgie dahinter interessieren, ist das was anderes.

Spaß ist so ein überall benutztes und fast schon überbenutztes Wort. Manches macht man auch einfach aus Interesse, aus Neugierde oder um einen krassen Gegensatz zu seinem alltags-üblichen Leben zu schaffen. Aus dem Reiz an der Herausforderung. Ein wesentlich besseres Wort dafür wäre wohl Erfüllung, denn unter Spaß seh ich dank dem in unserer Gesellschaft definierten Begriff immer nur kichernde Menschen, die ein blödes Grinsen im Gesicht haben. Spaß hat sowas lächerliches an sich, wobei in einem Hobby durchaus (wie man an uns sieht) bitterer Ernst stecken kann.

"A recent report stated that 30% of the average playerbase
in a MMORPG buy gold and up to 20% are using bots."

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Celebringil (30.04.2014)

Vexaris

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122

Mittwoch, 30. April 2014, 16:09

Das Problem an der totalen Toleranz ist:
Wenn man Rollenspiel haben will, in dem man auf pinken Einhörnern in den Sonnenuntergang reitet und dabei vielleicht noch Regenbögen auskotzt, dann kann man sich ein solches Setting in einem PnP oder in Second Life zusammenbasteln und das dann dort spielen.
In WoW, TOR, ESO und wasauchimmer gibt es aber bereits ein Setting. Das ist vorgegeben. In diesem Setting gibt es Regeln, wie etwas funktioniert. Daher kann man z.B. in TOR und ESO nicht auf einem pinken Einhorn in den Sonnenuntergang reiten. Wenn man das Setting nicht bespielen will, dann sollte man auch kein Rollenspiel in diesem Setting betreiben, sondern sich ein Spiel suchen, welches das Setting hat, das man bespielen möchte.
Ich spiele hier ja auch nicht My Little Pony, sondern Elder Scrolls. Wenn ich My Little Pony spielen möchte, spiele ich Legends of Equestria, wenn die mal wieder eine offene Betaphase haben.

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Daglafor

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123

Mittwoch, 30. April 2014, 16:13

So, jetzt habe ich mir das alles durchgelesen, jetzt will ich auch was dazu schreiben. Das habt ihr nun davon ^^.

Ich will und werde mich keinen Aufrufen zur "Ächtung" von Konzepten oder Rollenspielern anschließen. Wenn ich Konzepte ablehne, dann für mich und ohne es anderen aufquatschen zu wollen. Ich denke viel von der Ablehnung was das Bespielen von Hochadel angeht ist Seitens der Kritiker historisch bedingt (ein Wortspiel ^^), da ich mal vermute es gibt solche Konzepte in jedem MMORPG und ferner vermute ich, dass viele damit schon sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Bei HDRO gab es ebenfalls verschiedene Adelshausstrukturen und es war schon sehr auffällig, dass dies irgendwie grundsätzlich Hochadel sein musste. Unter Fürstentum ging da halt gar nichts und das nahm tatsächlich sehr witzige Strukturen an, wenn dann ein "Fürstentum aus Thal" bespielt wurde, einem Königreich das selbst nur die Größe einer Grafschaft hat. Die Spieler hatten also offensichtlich nicht wirklich Ahnung davon, dass sie da irgendwie einen LKW im Kofferraum eines Mittelklassewagens zu parken versuchten, dementsprechend wirkte mitunter auch das Rollenspiel, welches damit einher ging. Die "Fürsten und Fürstentöchter" die dann jeden Abend in Bree in der Kneipe rumhingen um sich ihr Exil schön zu saufen oder was auch immer, versuchten recht gerne die einheimischen Rollenspieler als Personal auf Sicht herumzukommandieren und waren nicht selten auch OOC empört, was für schlechte Rollenspieler die Leute doch sind, die sie dafür (IC wie OOC) ausgelacht haben.

Worauf ich hinaus will. Wenn ich davon ausgehe, dass solcherlei Erfahrungen auch andere in anderen Spielen von anderen Spielern gemacht wurden, kann ich ein vielleicht etwas übersteigerte "Oh no, fucking no!" im Bezug auf Adels-Rollenspiel durchaus nachvollziehen. Es ist wirklich nicht leicht, den Organisatoren da nicht derlei Großmanns-Allüren zuzudichten, derer man da allzu oft angesichtig wurde.

Ich will trotzdem nichts unterstellen, denn ich kenne die Spieler nicht und bin grundsätzlich der Meinung, man kann im Grunde alles spielen, sofern man es anderen nicht aufzwingt. Herzöge, meinetwegen auch Könige, Großkönige, Weltimperatoren... Solarsystem-Gouvernöööre... whatever.

Die Problematik dabei ist eher, je höher man greift, desto eher schottet man sich im eigentlichen ab.

Der Grund dafür ist folgender. Ob bretonische Herzöge nun in der Erbfolge stehen oder nicht, Herzöge und Fürsten sind die höchste Adelsklasse nach dem König. Ich finde es irgendwie lustig wenn die Leute hier schreiben 'spiel doch "nur" einen Grafen', denn auch Grafen haben schon eine enorme Macht, stehen deutlich über dem einfachen Rollenspielheini und haben zu diesem eigentlich kaum einen Bezug.

Wenn ich einen Herzog spiele, bin ich damit also mächtiger als 99% aller Personen die einem im Spiel so begegnen. Selbst bei klein gehaltenen Szenarien müsste ich über dutzende und hunderte von Soldaten verfügen, Ländereien, Personal ohne Ende. Es ist ein verdammt mächtiges Konzept, so es glaubhaft dargestellt werden soll. Man kann vielleicht sagen "ja, in der Historie, aber auf Tamriel ist ja alles anders", nur dann stellt sich wirklich die Frage, wenn ich den Herzog nicht als Herzog darstellen will, ist es dann pure Provokation (oder Großmannssucht), dass ich ihn als Herzog spiele?

Man wollte in dem Projekt Platz bieten für mehrere Adelsstände, aber das wäre auch als Baron gegangen, wobei die einem dann auf Augenhöhe begegnet wären, so steht man über ihnen :rolleyes: .



Gut, offenbar findet dieses Konzept aber Anklang, es sammelt sich darum eine Spielerschaft (was mich auch nicht wundert, bei HDRO hatten die auch immer ihre Leute), also hat es offenbar seine Berechtigung. Ich will das niemandem streitig machen, die Leute haben Freude daran, also ist es offenbar was gutes (für sie).


Aber als Außenstehender stellt sich für mich die Problematik dahingehend, dass ich mit recht "einfachen Charakteren" gar keinen Knotenpunkt sehe, wo ich rollenspielerisch mit so einem Konzept in Kontakt kommen könnte. Das Charaktere, deren Bedeutsamkeit auf der von "Durchschnitts-RP-Figuren" (ich sage bewusst nicht Bauern oder Bäckerleute oder sowas) liegt in den Dunstkreis von Herzögen kommen, ist für mich so nachvollziehbar, wie das ich morgen mit dem russischen Außenminister speise oder beim saufen im Pulp in Duisburg mit Angelina Jolie abhänge. Ich könnte natürlich auf Bedienstete dieses Herzogs treffen, man könnte mal miteinander plaudern, aber sofern sie "herzögliches" verfolgen, wüsste ich nicht, wie ich da intigriert werden sollte. Würde sich eine herzögliche Gemeinschaft selbst mit einem meiner Charaktere abgeben, fände ich sie unglaubwürdig dargestellt.


Das ist so das Problem, dass ich mit so hochtrabenden Konzepten habe. Ich "grenze sie also nicht aus", weil ich sowas generell für ein RP-Verbrechen halte, sondern sehe schlussendlich gar nicht, welche Form von Rollenspiel ich damit betreiben sollte, weil ich gar keine adäquaten Charaktere parat hätte.


Entzünd die Flamme tief in mir, mit jedem für und wider

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Deikan (30.04.2014)

124

Mittwoch, 30. April 2014, 16:22

@Vexaris: Das "bleib aber im Setting" Argument ist aber bei einer Problematik, die vielleicht manche mit lauter "herukommandierenden Adeligen" hat ein blödes... (Schließlich geht es hier in dem Thread nicht um das "Problem" von herumlaufenden Jedirittern)

das ist nämlich dann ein bisschen "Selber schuld, dass ich mir den Baron ausgedacht habe und du nur den Soldaten, du MUSST jetzt mein Diener sein und alles tun, was ich dir befehle, ansonsten spielst du das Setting nicht aus."

Ein Meisternekromant, der einen popeligen verwöhnten Baron mit einem Fingerschnippen umbringen und wieder auferstehen lassen könnte würde sich absolut NICHT mit der Elder Scrolls Lore beißen...trotzdem macht man sowas nicht, wenn man wert auf viele Mitspieler legt ;)

Vexaris

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125

Mittwoch, 30. April 2014, 16:31

Ein Meisternekromant, der einen popeligen verwöhnten Baron mit einem Fingerschnippen umbringen und wieder auferstehen lassen könnte würde sich absolut NICHT mit der Elder Scrolls Lore beißen...trotzdem macht man sowas nicht, wenn man wert auf viele Mitspieler legt

Das ist aber auch eine ganz andere Baustelle.

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126

Mittwoch, 30. April 2014, 17:14

Zitat

Ich weiß was du meinst, aber ich kann mich mit dieser allgemeingültigen pauschal angewandten Toleranzschiene nicht anfreunden.


Es geht mir bei der Ausage nicht darum die Toleranzschiene zu fahren, das ist hier sowieso out. Sondern einfach nur darum zu sagen, das _Authenzität_ nicht obersdes Gredo ist. Mir ist auch egal wie doll authentisch irgende eine Rolle dargestellt wird, wenn mir das RP drumherum überhaupt keinen Spaß macht. Das Auspeitschen von Leuten kann superduper authentisch sein und alle Beteiligten superduber authentisch ihre Rollen spielen und superduber viel Spaß dabei haben. ICH habe bei dem Anblick einer solchen Szene KEINEN Spaß (und sehe mir sowas daher auch nicht an, oder spiele dabei mit).

Was ich damit sagen will: manchmal, aber nur manchmal, geht der Spaß an der Sache flöten, zugunsten von einer Übergewichtigkeit von Authenzität.
Aber ich bin ehrlich: das ist so verdammt selten der Fall, das ich es fast schon als theoretisches Konstrukt betrachte. WIRKLICH wissen und auch spielen was in einem gewissen Setting absolut authentisch ist, tut nur sehr wenige - ich auch nicht, dafür weis ich zu wenig. Jedes "aber das ist ja so mittelalterlich" in einem Fantasysetting bestätigt das.
"Es riecht ein bisschen komisch... und ich würde es nicht essen."

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Lucretia

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127

Mittwoch, 30. April 2014, 18:05

Zitat

Aber als Außenstehender stellt sich für mich die Problematik dahingehend, dass ich mit recht "einfachen
Charakteren" gar keinen Knotenpunkt sehe, wo ich rollenspielerisch mit
so einem Konzept in Kontakt kommen könnte. Das Charaktere, deren
Bedeutsamkeit auf der von "Durchschnitts-RP-Figuren" (ich sage bewusst
nicht Bauern oder Bäckerleute oder sowas) liegt in den Dunstkreis von
Herzögen kommen, ist für mich so nachvollziehbar, wie das ich morgen mit
dem russischen Außenminister speise oder beim saufen im Pulp in
Duisburg mit Angelina Jolie abhänge. Ich könnte natürlich auf
Bedienstete dieses Herzogs treffen, man könnte mal miteinander plaudern,
aber sofern sie "herzögliches" verfolgen, wüsste ich nicht, wie ich da
intigriert werden sollte. Würde sich eine herzögliche Gemeinschaft
selbst mit einem meiner Charaktere abgeben, fände ich sie unglaubwürdig
dargestellt.

Es gibt im Gegenteil viele gesellschaftlich in konventionellerer Stellung stehende Rollen, die gerade erst durch das Bespielen der höheren Rollen ermöglicht werden oder mindestens nicht ausgeschlossen sind. Einige Beispiele:

- Diener jeder Art:
-- Koch
-- Zofe
-- Stallbursche
-- Schreiberling
-- Herold

- Händler jeder Art:
-- die am Hofe ihre Waren einmalig/mehrmalig vorstellen:
--- Schneider für edle Kleidung
--- Alchemist, Kräuterkundiger
-- die dauerhaft für den Hof arbeiten
--- Schmied
--- Lederer

- Söldner

- Beamter

- Hofmagier

- Gardist

- Priester

- Arzt/Heilkundiger

- nicht zu vergessen die Antagonistenrollen

etc. etc.

Das sind alles einfache Rollen für die es sowohl genügend Gründe gibt mit einem Adelshaus in Kontakt zu kommen, als auch mit dem Herzog bzw. der herzöglichen Familie selbst. Um eines der Beispiele aufzunehmen, dass aktuell auch bei uns ansteht: Ein Händler der an Hofe kommt um seine Waren zu präsentieren. Wenns gut läuft, kann er wiederkommen, vielleicht erhält auch irgendwie geartete Unterstützung oder so... RP Potential für einfache Rollen gibt es genug.

LG Lucretia
"Ich habe Angst mich zu langweilen" - Marie Antoinette

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Golli (30.04.2014)

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128

Mittwoch, 30. April 2014, 18:22

Zitat von »Vrall«

Ich weiß was du meinst, aber ich kann mich mit dieser allgemeingültigen pauschal angewandten Toleranzschiene nicht anfreunden. Jeder Mensch hat doch Grenzen, die ebenso ein Stück weit seine Persönlichkeit definieren. Wenn jemand offen Vergewaltigungen oder Schlimmeres ausspielt und sagt er macht das weil es Spaß macht, dann kriegt er von mir gehörig was zu hören. Wenn er sagt er macht das, weil ihn die dadurch entstehenden Gruppendynamiken und die Dramaturgie dahinter interessieren, ist das was anderes.


Ich finde Toleranzschiene und die Beispiele, die Du anbringst, schon zwei verschiedene Sachen bzw. so nicht miteiander kombinierbar in meinen Augen. Ich bin ein ziemlich toleranter Rollenspieler aber ja klar gibt es Grenzen. Einerseits die moralische Grenze wie Du sie anführst andererseits einfach die Grenzen wo mich RP langweilt oder so abstrus ist, dass es mir keinen Spaß bringt. Wenn eine moralische Grenze erreicht ist werde ich die Spieler ebenso darauf hinweisen, solche Dinge gehören nicht offen ausgespielt. Wenn jemand solche Dinge ausspielen will kann er das ja meinetwegen gern tun (wenn der Spielpartner das auch will) aber dann bitte privat im Gruppenchat oder ähnliches. Toleranz ist da in meinen Augen etwas anderes. Ich bin auch im "echten" Leben ein sehr toleranter Mensch aber ich toleriere selbstverständlich keine derartigen Dinge, ebenso wie ich, um mal ein Gegenbeispiel zu nehmen, auch nicht im "echten" Leben sehen will wie zwei Menschen an der Straßenecke sich sehr sehr lieb haben. Genau so etwas gehört nicht ins offene RP sondern eben in eine Gruppe mit Konsens aller Beteiligten.

Zitat von »Dagfalor«

Man wollte in dem Projekt Platz bieten für mehrere Adelsstände, aber das wäre auch als Baron gegangen, wobei die einem dann auf Augenhöhe begegnet wären, so steht man über ihnen :rolleyes: .


Du sagst ja in Deinem Post, dass Du selbst mit dem Konzept nicht so übereinstimmst aber es trotzdem nicht verurteilst. Das finde ich gut. Aber ich wollt noch grad was zu dem Zitat von Dir sagen: Soweit wie ich es verstehe ist es eben grad der Sinn bei dem Konzept eben nicht auf Augenhöhe zu spielen, sprich eine Anlaufstelle zu bieten für all jene, die eben diese extreme Hierarchie ausspielen wollen. Es kann unglaublich viel Spiel bringen eben das Gefälle komplett bespielt zu haben und eben nicht auf Augenhöhe zu agieren. Aber das hab ich in diesem Thread glaub ich schon des öfteren erwähnt ;)

Zitat von »Dagfalor«

Aber als Außenstehender stellt sich für mich die Problematik dahingehend, dass ich mit recht "einfachen Charakteren" gar keinen Knotenpunkt sehe, wo ich rollenspielerisch mit so einem Konzept in Kontakt kommen könnte. Das Charaktere, deren Bedeutsamkeit auf der von "Durchschnitts-RP-Figuren" (ich sage bewusst nicht Bauern oder Bäckerleute oder sowas) liegt in den Dunstkreis von Herzögen kommen, ist für mich so nachvollziehbar, wie das ich morgen mit dem russischen Außenminister speise oder beim saufen im Pulp in Duisburg mit Angelina Jolie abhänge. Ich könnte natürlich auf Bedienstete dieses Herzogs treffen, man könnte mal miteinander plaudern, aber sofern sie "herzögliches" verfolgen, wüsste ich nicht, wie ich da intigriert werden sollte. Würde sich eine herzögliche Gemeinschaft selbst mit einem meiner Charaktere abgeben, fände ich sie unglaubwürdig dargestellt.


Das kann ich zum Beispiel nicht nachvollziehen. Gerade Adelshäuser brauchen doch unglaublich viel Personal bzw. auch externe Personen wie Zulieferer. Auch Adlige wollen Essen, wollen nicht nackt herumlaufen, brauchen Waffen für ihre Leute und so weiter. Sagen wir jemand spielt einen Bauern (jetzt nehm ich das Beispiel doch *g*), ein anderer einen Händler und dann gibt es auch noch den Koch des Hauses. Der Koch schickt seine Magd los auf den Markt um einzukaufen, der Händler verkauft dort die Waren vom Bauern. Direkt RP für vier+ Leute und der Bauer kann sogar, so er es erfährt, noch seinem Nachbarsbauern eine lange Nase machen weil er cool ist und an Graf von und zu Schnickedöhns verkauft ;) Und ohne Adelsheini kein Koch, ohne Koch keine Magd. Allein diese Konzepte bedingen sich gegenseitig. Natürlich kann man auch einen Koch eines guten Hauses spielen ohne ausgespieltes Haus aber das ist doch irgendwie öde. Und mit einem Händler ist es doch auch viel cooler wenn man nicht nur die Einzelperson hat, die etwas einkauft sondern halt auch mal "Großkunden" die noch über den Tavernenbedarf hinausgehen und wo man vielleicht dann noch mehr Zulieferer gewinnen muss etc..

Zitat von »Slugdog«

Mir ist auch egal wie doll authentisch irgende eine Rolle dargestellt wird, wenn mir das RP drumherum überhaupt keinen Spaß macht


/sign
Ja, ich bin eine Spielerin die sehr, sehr viel Wert auf Authentizität legt aber der gemeinsame Spaß liegt für mich immer an erster Stelle. Ja, auch ich habe Grenzen was das Abdriften von Konzepten von der Authentizität betrifft und ich entscheide mich dann auch dazu nicht mehr mit den Personen zu spielen weil es meine eigene "IC-Logik" zerschießen würde, aber ich finde es falsch mit dem Willen an die Sache ranzugehen nicht authentische Konzepte quasi verbieten zu wollen. Natürlich bevorzuge ich auch die jeweilige Lore aber es gibt in MMOs nun mal keinen Spielleiter, der das allgemeine Verständnis davon festlegt. Das kann in einem MMO nur jeder für sich selber festlegen.

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Lucretia (30.04.2014)

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Mittwoch, 30. April 2014, 18:24

Sofern sie in die Gilde einsteigen wollen, ja. Ansonsten wären da bestenfalls die Händler. Und die würden auch nur dann an den Hochadel geraten, wenn sie wirklich die exquisitesten Waren vorzuweisen haben. Ansonsten gibts für sowas Haushofmeister und derlei. Ein Herzog kauft wohl kaum sein Gemüse selbst ein. Er verhandelt auch nicht mit Söldnern, sofern sie eben nicht auf seinem eigenen Hof eingestellt werden sollen (also der Gilde beitreten). Wie gesagt, dass ist die Speerspitze der Machtelite überhaupt. Es war ein Herzog, der England erobert hat, um nochmal historisch zu werden.

Ja und wenn man sich so einen Schuh anzieht, dann sollte man auch reinpassen, sonst wirkt es halt...

Naja macht ihr mal! :)


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Mittwoch, 30. April 2014, 18:34

Sofern sie in die Gilde einsteigen wollen, ja. Ansonsten wären da bestenfalls die Händler. Und die würden auch nur dann an den Hochadel geraten, wenn sie wirklich die exquisitesten Waren vorzuweisen haben.


Das Personal eines Herzogs kriegt sicher nicht die exquisiteste Kartoffeln die der Markt hergibt ;) Was ich damit sagen will: Auch das zahlreiche Personal braucht Waffen, Kleidung, Essen und das ist dann nicht elitär luxuriös sondern halt einfach "Standardware".

Ich seh echt nicht das Problem was alle haben. Es gibt doch sogar noch RP wenn der Tavernenkoch mit seinem alten Kumpel Jägersmann darüber lästert, dass jetzt ihr gemeinsamer alter Kumpel Gärtner von Haus XY geworden ist und sich jetzt für etwas besseres hält. Es gibt doch sogar RP wenn eine adlige Tochter jetzt denkt sie müsse irgendwie altruistisch werden und in feinen Gewändern durch die dreckigen Straßen der Stadt flaniert, umringt von irgendwelchen Zofen und den Bettlern geschmierte Brote geben lässt. Da kann dann Bürgerin 1 zu Bürgerin 2 gehen und sich das Maul darüber zerreißen wie gut sie aussah oder wie albern das war und die armen Leute können sich mokieren wie bekloppt der Adel immer ist etc..

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131

Mittwoch, 30. April 2014, 22:02

Das Personal eines Herzogs kriegt sicher nicht die exquisiteste Kartoffeln die der Markt hergibt ;) Was ich damit sagen will: Auch das zahlreiche Personal braucht Waffen, Kleidung, Essen und das ist dann nicht elitär luxuriös sondern halt einfach "Standardware".

Ein Adeliger, egal ob nun ein Baron oder ein Herzog, der sich um solche Details seines Hausstandes persönlich kümmert, hat augenscheinlich nicht wirklich wichtiges zu tun und sollte eigentlich anderweitige Pflichten haben - zum Beispiel das Land zu verwalten, welches ihm unterstellt ist. Für niedere Dienste - wozu auch der Erwerb von Kartoffeln zählt, egal wie exquisit und edel sie sein mögen - gibt es Vogte, Majordomi, Haushofmeister und wie sie alle heißen. Das macht ein Adeliger nicht selbst. Und selbst der Haushofmeister wird wohl eher eine der vertrauenswürdigeren Mägde mit einem Beutel voll Gold und einem Bittschreiben zum exquisitesten Kartoffelbauern des Reiches schicken, als selbst zu gehen.

Von daher kann das Bespielen des Hofstaates eines Adeligen tatsächlich sehr viel Stoff für vielschichtiges und interessantes Rollenspiel bieten (sofern man die Rollen denn mag) - die Anwesenheit eines Adeligen macht ebenjenes Rollenspiel aber tendentiell eher zunichte.

Adelige verkehren nunmal in anderen Kreisen als die gewöhnlichen Bürger. Und sofern sie auch in diesen Kreisen bleiben, ist für das RP im Allgemeinen alles in Ordnung - ein Hochadeliger auf dem Markt oder in der Kneipe ist nämlich im Regelfall genauso immersionsstörend und fehl am Platze wie ein Hufschmied auf einem Ball. (Aber ich glaube, irgendetwas von der Art habe ich schon einmal hier im Thread geschrieben.)

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Deikan (30.04.2014)

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Sonntag, 4. Mai 2014, 14:02

Das Personal eines Herzogs kriegt sicher nicht die exquisiteste Kartoffeln die der Markt hergibt ;) Was ich damit sagen will: Auch das zahlreiche Personal braucht Waffen, Kleidung, Essen und das ist dann nicht elitär luxuriös sondern halt einfach "Standardware".

Ein Adeliger, egal ob nun ein Baron oder ein Herzog, der sich um solche Details seines Hausstandes persönlich kümmert, hat augenscheinlich nicht wirklich wichtiges zu tun und sollte eigentlich anderweitige Pflichten haben - zum Beispiel das Land zu verwalten, welches ihm unterstellt ist. Für niedere Dienste - wozu auch der Erwerb von Kartoffeln zählt, egal wie exquisit und edel sie sein mögen - gibt es Vogte, Majordomi, Haushofmeister und wie sie alle heißen. Das macht ein Adeliger nicht selbst. Und selbst der Haushofmeister wird wohl eher eine der vertrauenswürdigeren Mägde mit einem Beutel voll Gold und einem Bittschreiben zum exquisitesten Kartoffelbauern des Reiches schicken, als selbst zu gehen.

Von daher kann das Bespielen des Hofstaates eines Adeligen tatsächlich sehr viel Stoff für vielschichtiges und interessantes Rollenspiel bieten (sofern man die Rollen denn mag) - die Anwesenheit eines Adeligen macht ebenjenes Rollenspiel aber tendentiell eher zunichte.

Adelige verkehren nunmal in anderen Kreisen als die gewöhnlichen Bürger. Und sofern sie auch in diesen Kreisen bleiben, ist für das RP im Allgemeinen alles in Ordnung - ein Hochadeliger auf dem Markt oder in der Kneipe ist nämlich im Regelfall genauso immersionsstörend und fehl am Platze wie ein Hufschmied auf einem Ball. (Aber ich glaube, irgendetwas von der Art habe ich schon einmal hier im Thread geschrieben.)




Ja, das ist wieder die Frage, denke ich mal.

Wenn ich sehe, wo der Adel im Spiel so vekehrt, bin ich mir nicht sicher, ob man die Aussage so stehen lassen kann.

Dann wiederrum ist das hier ja, mal wieder, ein Fantasie Spiel. Es gibt in DnD zum Beispiel viele Adelige, die sich einer Abenteuergruppe anschließen um zu Ruhm zu gelangen, den Schwachen und "einfachen Bürgern" zu helfen und sich daher auch in Tavernen und Kneipen des "einfachen Volkes" aufhalten. Manchmal Notgedrungen, manchmal aus eigenen Stücken.

Wenn sich im Rollenspiel der Herrscher durch ein idealisiertes Bild dazu entschließt, sich mit den Belangen seines Hofstaates auseinanderzusetzen, finde ich das nicht immersionsstörend, es ist doch vielmehr ein weiterer Anspielpunkt für andere Adelige, die das vielleicht sogar kritisch beäugen ("Herzog, habt ihr gerade der Stallmarkt zugewunken? Ist sie gerade erötet, mein Herzog, bitte! Mimmimi")

Das Spiel des Hofstaates, wenn der Adelige sich recht normal verhält kann man übrigens, bei so einem Spiel, schön mit dem Spiel einer Vampire: The Masquerade- Domäne vergleichen, wenn der Prinz da ist. Man verhält sich anders, man buckelt mehr...das Spiel an sich wird aber nicht zunichte gemacht, sondern angefacht.

Dazu muss der Adelige natürlich auch wissen wann er wo wie auftaucht...aber das zu analysieren oder zu überprüfen liegt ja nicht an mir, sondern einzig und allein an der Gilde und deren Mitgliedern, die das bespielen :)

Daglafor

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Sonntag, 4. Mai 2014, 17:51

Das ist, fraglos, ein Argument. Das Spiel ist nun mal amerikanisch und in Ermangelung einer eigenen Kultur haben die leider wenig Ahnung bzw. wenig Eifer im Bezug auf diese Themen.

Die Rollenspielszene aber durchaus. Und selbst bei günstigster Auslegung wäre ein Herzog halt ein mächtigerer Adeliger, als fast alle dieser "sonderbaren" Adeligen die man im Spiel so trifft. Während man als Spieler bisweilen erst mal zu denen vorgelassen werden muss, würden die anfragen müssen, zu "diesem" Spieler vorgelassen zu werden.

Ob man diese Machtbestrebungen nun aus welchen Motiven auch immer ausspielen will, man hat sie sich trotzdem erteilt. Spätestens da kann man diese Sache nicht mehr schönreden, es ist eben so. Über dem Herzog steht der König und sonst niemand. Das weiß selbst ein amerikanischer Spieleautor.

Und ebenso kann man halt die Konzepte als solche immer wieder aufs Wesentliche bekümmern und sich da bestenfalls Gedanken über die Motive machen. "Wir spielen eine Herzogenfamilie, aber keine die sich wie eine verhält, sondern so ein Herzog der einen Hofstaat aus 15 Leuten hat, sich um alles selbst kümmert, mit jedem redet, alles alleine erledigt, durch die Gegend reist, gar nicht abgehoben ist, also nix 'herzogisches' macht ansich. Also ein Herzog, der sich mehr so gibt wie ein Baron, maximal, wirklich maximal ein Graf."

Ja... und warum dann nochmal ein Herzog? Da kann man im Grunde nur sagen, wenn Du Dir die Klamotten anzündest, dann wunder Dich doch nicht, wenn die nachher brennen.


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Ark Kajus (04.05.2014)