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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Donnerstag, 29. November 2018, 23:43

Aus dem Archiv der Gelehrten: Fragen und Antworten zu Trübmoor, Teil 2


Der berüchtigte argonische „Historiker“ Jee-Lar ist zurück und beantwortet einmal mehr eure Fragen rund um Trübmoor, das Volk der Saxhleel, dessen Kultur und Geschichte. Falls ihr den ersten Teil dieser Reihe verpasst habt, solltet ihr ihn euch auch ansehen!


Seid gegrüßt, Trockenhäute und Mitargonier, Jee-Lar heißt euch erneut zum Fragentanz willkommen! Vieles studieren und mich daran erinnern, was ich gelernt habe, das ist, was ich tue, daher hoffe ich, einmal mehr Eure vielen Fragen beantworten zu können. Ungelogen!


Da weithin anerkannt ist, dass Lamien intelligente und empfindsame Kreaturen sind, die auch der flüssigen Sprache und verbalen Kommunikation mächtig sind, frage ich mich, warum sie keine eigenen, dauerhafteren Behausungen besitzen. Sie haben Hände, mit denen sie Werkzeuge herstellen und benutzen könnten, was hält sie also davon ab? – Arch Mikem

Ich weiß nicht, aus welcher Ecke Ihr kommt, Beeko-Arch, aber es muss irgendeine dieser provinzialen Regionen sein, in denen gerade irgendein ökonomischer Trend für Hochbetrieb auf Baustellen sorgt, was wiederum örtliche Sterbliche annehmen ließ, dass „Bauen“ mit irgendwelchem „Fortschritt“ gleichgesetzt werden kann. Wie ironisch! Und fantasievoll! Wirklich, ich mag euch Trockenhäute. Aber wie dem auch sei, Ihr seid mit Eurer Frage genau zum richtigen Saxhleel gekommen, denn ich habe einmal eine Lamie an der Grenze von Dunkelforst getroffen und wir hatten eine lange Unterhaltung über allerlei Dinge. Ich traf sie in einer barsaebischen Ruine, wo sie sich mit prall gefülltem Bauch sonnte und in Ruhe verdaute – nun, ich dachte, es wäre nicht gerade taktvoll, danach zu fragen, was es denn gab. Ich fragte sie, warum Lamien so oft in Ruinen leben würden und sie schnalzte mit ihrer Zunge und zischte „Wo denn sonst? Gibt es bürgerlichere Narben in Tamriel als solide Bauwerke? Die Menschesen und Elfen, so verrückt, errichten Stadt nach Stadt, geben sie wegen Streit und Unfriede auf und verfallen wieder der Geißel der Zwietracht. Die Folge? Immer mehr Ruinen, die man nur ergreifen muss. So einfach ist das! Gebäude zu errichten ist für Säuger.“


Dieser besitzt kunstvolles Gebäck süßer und zuckerhaltiger Spezialitäten und hat Geschichten von einer köstlichen Zutat aus Argonien gehört, die als „Daril“ bezeichnet wird. Was genau ist das? Kennt Ihr Rezepte, bei denen man Daril und Zucker mischt? Da lässt sich doch sicher die eine oder andere Münze machen, ja? – Hazazhun-dar der Bittersüße

Ah, Daril, so viel Spaß-Spaß! Ein Tropfen auf die Zunge eines Saxhleel und Vossa-Satl-Tangos schmecken wie Pfefferminz-Stachelbirnen und Eigeschwister tanzen die ganze Nacht mit einem Fackelkäfer! Aber es ist selten und nicht einfach zu bekommen, oh nein, denn erst muss man eine Mondnatter fangen, ihr Gift auspressen und es für viele Wogen in der Gasblase einer Sumpfqualle gären lassen. Auch kein-kein Spaß für Trockenhäute, denn es tötet sie sofort. Also, Bäcker-Beeko, falls Ihr etwas Daril auftreiben könnt, dann probiert es besser nicht und hebt es besser für Jee-Lar auf. In Ordnung?


Als ich noch ein Schlüpfling war, spielte ich an vielen Orten, die häufig den erwachsenen Mattschuppen als verboten galten. Ich erinnere mich an alte Malereien, die aussahen wie zur Hälfte Saxhleel und zur anderen Hälfte Baum. War das eine symbolische Darstellung für unsere Verbindung zum Hist oder gab es eine Zeit, in der wir eine andere Gestalt hatten? Ich habe auch gehört, dass selbst Menschen, die Histsaft zu sich nehmen und damit aufwachsen, auch als Argonier gelten würden. Sind die Hist wirklich allen gegenüber so großzügig? – Jagt-nach-Weisheit

Ah, Jagd-nach-Weisheit, es scheint, als wäre Euer junges Selbst auf einige Bildnisse der Parabel vom Werden gestoßen. Die Bildnisse dürften aber eher einfach und mehrdeutig gewesen sein, was auch ein Grund für das Verbot gewesen sein könnte. Ihr kennt doch die Geschichte, die ich meine: Das Gleichnis vom Hist, die Menschen und Elfen wahrnahmen und ihre „Laufbeine und geschickten Hände“ bewunderten, und dadurch die nützlichen Echsen des Sumpfs formten und neu formten, bis sie Argonier geschaffen hatten.

Und zur Wirkung von Histsaft auf Trockenhäute … Ich habe von gewissen falsch beratenen Hochelfen gehört, die damit experimentieren wollten, was aber dann doch von anderen verhindert wurde. Es ist wahrscheinlich besser so, richtig-richtig?


Wie lautet der Name Eurer Provinz in Jel? Jetzt ist sie ja als Argonien – oder schlimmer: Schwarzmarsch – bekannt. Aber beide Namen sind fremdländisch und durch andere Völker geprägt worden. Warum benutzen dann alle Berichte, Aufzeichnungen und Gelehrtenschriften diese fremden Namen für Euer wunderschönes und mysteriöses Land? Das ist unfair! Daher würde ich gern den wahren Namen verwenden, den die Saxhleel gewählt haben! – Maximus Ferras

Das zu beantworten ist nicht ganz so einfach, wie Ihr es Euch vielleicht gedacht habt, Maximus! Zunächst einmal sind „Provinzen“ ein kaiserliches Konzept, das die meisten Argonier überhaupt nicht begreifen können, aber ich denke, ich habe es endlich weitestgehend verstanden. Ich meine, warum einen einzelnen Namen nutzen, um so viele unterschiedliche Dinge zu beschreiben? Die argonische Vorstellung von einer Heimat reicht in den seltensten Fällen weiter als die weitesten und feinsten Ausläufer der Histwurzeln. Ich habe gehört, ein Gee-Rusleel hätte einmal die Weiter-Sumpf-Geste zusammen mit dem Begriff „Kronka-Thatith“ verwendet, was für Euch in etwa „Alles-Ei“ bedeuten dürfte. Das dürfte Eurem Verständnis eines Provinznamens in Jel wohl am nächsten kommen.


Dieser hofft, Ihr könntet ihm die grobe Geschichte zwischen Argonien und den kaiserlichen Nachbarregionen erklären – und vielleicht auch zwischen Argonien und den khajiitischen Nachbarn. Sind die Beziehungen insgesamt gut? – Recremen

Leid und Kummer, wir leben in traurigen-traurigen Zeiten, Recremen. Die leichte Krankheit, die man bei uns als Halbwogenschnupfen bezeichnet, hat sich über unsere Marsch hinaus in die Länder der Trockenhäute verbreitet, wo sie als Knahaten-Grippe bekannt wurde, und sie empfanden sie als gar nicht so leicht, oh, nein. Euer Volk, die Haarigen im Westen, hat es besonders schwer getroffen – vielleicht wart Ihr da gerade unterwegs? Die Khajiit litten enorm darunter und gaben uns Saxhleel die Schuld dafür, diese Epidemie über sie gebracht zu haben. Das ist schrecklich, schrecklich ungerecht! Wir würden unseren Freunden, den Haarigen, so etwas niemals wünschen! Den Grauelfen … sicher … aber das ist etwas anders, die mag niemand.


Als Priesterin unserer liebenden Mutter Mara versuche ich so viele Informationen über tamrielische Heiratstraditionen zusammenzutragen, wie mir nur möglich ist. Aber als ich versuchte, mehr über die argonischen Gebräuche zu erfahren, war ich von der Entdeckung eines schrecklichen Buchs ziemlich verwirrt! Da stand, Argonier hätten überhaupt keine Hochzeiten und dass man sich einfach nur zur Paarung zusammenfindet. Außerdem wäre die ganze Sache eine Art jährliche Prüfung, bei der nur die Sieger Nachwuchs zeugen dürften. Ich hatte mir eine argonische Hochzeit immer als komplexes, feinsinniges und ätherisches Ritual vorgestellt. Bitte lasst mich die Wahrheit wissen, wie sie auch aussehen mag, im Namen unserer liebenden Mutter! – Leonidas Tavicus

Oh, ja, nun … „Hochzeiten“. In Jel haben wir gar keinen entsprechenden Begriff dafür, wohl auch weil sich das Konzept der Paarfindung zur Fortpflanzung von Stamm zu Stamm so stark unterscheidet. Da hätten wir – mal sehen – „Uvastuxith“, das Nestwerden, und auch „Tumjum“, oder Hausweben, was eher sinnbildlich gemeint ist, und „Thtithatei“, der, äh … Eibauch. Und so viele mehr! Der Gloor des jeweiligen Hist bestimmt, wie im jeweiligen Stamm das Hingebungsteilen und die Eibelebung ablaufen. Und so wie Argonier sich abhängig vom Gloor ihres Hist anpassen können, so gibt es auch immer wieder zahlreiche neue Variationen davon! Und zu zwischenstämmischen Bindungsriten, nun, alles ist möglich! Ihr könnt Jee-Lar glauben, wenn er behauptet, dass kein Saxhleel, der das Alter der gegenseitigen Fruchtbarkeit erreicht, je Langeweile hat. Wir haben den bizarren Trockenhautbrauch übernommen, uns gegenseitig Ringe von Mara zu schenken, da es etwas ist, das wir als überraschend bewegend empfinden. Wie dem auch sei, gute Frage, Leonidas! Aber ich spüre … meine Deer-Naza zeigt die Schuppen des … öh, ich muss jetzt weg! Bis dann! Xuth!


Ein großes Dankeschön an die ganzen in Hintergründe und Geschichten vernarrten Fans aus unserer Community, die so viele interessante (und herausfordernde!) Fragen für unseren Lead Loremaster, Lawrence Schick, und den stets wissbegierigen Jee-Lar zusammengetragen haben. Falls ihr den ersten Teil dieser Reihe zu Trübmoor verpasst habt, solltet ihr diesen unbedingt nachholen. Bleibt feucht!

Die DLC-Spielerweiterung Murkmire ist jetzt für PC/Mac, PlayStation®4 und Xbox One verfügbar.