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Viola Valerius

ESO-Rollenspiel Journalistin

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Samstag, 7. September 2019, 00:11

Wir stellen vor: Selene


Auf der Hut seien jene, die sich in Selenes Netz wagen. Erfahrt in unserer neuesten Charaktervorstellung mehr über diesen mächtigen Waldgeist, der auch seine Gestalt verändern kann!



Aus den Annalen von Vanus Galerion

Ich bin selten überrascht. Wo weniger entwickelte Geister dem Unerwarteten gegenüberstehen, finde ich nur das Unwahrscheinliche vor. Und dennoch gab es Augenblicke während meiner Zeit als Erzmagier, die mich daran erinnerten, mir meinen verdienstvollen Status nicht zu Kopf steigen zu lassen. Meine Begegnung mit der Formwandlerin, Selene, zählt zu den ganz großen Beispielen hierfür. Es geschah zu einer Zeit, zu der die Magiergilde noch vergleichsweise jung war, als mein Orden endlich die Sommersend-Inseln verließ und damit begann, auf das kontinentale Tamriel vorzustoßen.

Ich habe den Silvenar darum gebeten, uns Zutritt in die Domäne der Waldelfen zu gewähren. Um eben eine Gildenhalle in der Hauptstadt zu errichten. Es wäre eine Untertreibung zu behaupten, Valenwald hätte sich gegen weitere Mächte von außen, die sich in ihre Affären einmischen, gesträubt, aber mir wurde Gelegenheit gegeben, den Wert der Gilde zu beweisen. Unser erster Kontrakt lautete denn auch: Eine Erkundung des nicht kartografierten Fenns östlich von Silvenar. Es handelte sich um den einzigen Teil des Grün, über den die Waldelfen nur wenig wussten, denn jene, die sich in den Morast wagten, kehrten nie zurück. Auch wenn offensichtlich war, dass mich der Silvenar einfach nur loswerden wollte, bot sich hierbei genau jene Art von Herausforderung, für die ich die Magiergilde gegründet hatte.

Die Region hatte sich den Beinamen „das Netz“ verdient, sowohl für den überaus dichten Rankenwuchs als auch den Glauben, alle, die sich je hineinwagen würden, würden sich unvermeidlich darin verfangen. Diese Analogie erwies sich als treffender, als ich es mir je hätte vorstellen können, denn in diesem Morast blieb meine Expedition in mehr als nur Schlamm stecken. Ich kann mich nicht erinnern, wie lange wir durch den lichtlosen Wald wateten, aber ich kann Euch heute sagen, dass wir keinen Augenblick davon alleine waren. Die Augen jeder Kreatur, die wir sahen, folgten jedem unserer Schritte sehr aufmerksam und man vernahm keinen einzigen Ton abseits unserer unbeholfenen Versuche, einen Pfad zu schaffen. Es schien, als würde alles innehalten, um unserem Eindringen zu lauschen.

Trotz unserer Bemühungen, durch das Unterholz zu finden, verlief sich die Expedition und wir wurden bei jeder Gelegenheit getrennt, bis ich mich schließlich alleine durch die Dunkelheit tastend wiederfand. Dann stellte sich die Welt selbst auf den Kopf, nachdem etwas an meinem Bein zog und es umschlang. Das Blut schoss mir in die Augen. Hastig beschwor ich ein Licht, um festzustellen, wem oder was ich in die Falle gegangen war, und wurde von den funkelnden Fängen einer gewaltigen Spinne begrüßt – viermal so groß wie ich und nur Haaresbreite von meinem Gesicht entfernt. Ich werde der Nachwelt den Laut, der mir entfleuchte, ersparen, aber ich muss zugeben, es war überaus würdelos. Die Kreatur verschnürte meine Arme, bevor ich irgendeinen Zauber als Reaktion wirken konnte, und beugte sich zu meinem Hals. Aber anstatt ihre Fänge in meiner Kehle zu vergraben, flüsterte sie mir ins Ohr.

Selene, wie sie sich mir vorstellte, verlangte zu wissen, warum wir in ihre Domäne eingedrungen waren. Unser Besuch missfiel ihr ganz offensichtlich, aber ich spürte deutlich eine gewisse Neugier hinter ihrer bedrohlichen Fassade, die ich mir zunutze machen wollte. Dieses Geschöpf war offenbar genauso unsicher über mich wie ich über sie. Meine Expedition hatte so viel, von dem sie in der Isolation ihrer Wälder nie etwas vernommen hatte. Schließlich ließ sie mich herunter und nahm meine Gestalt an, oder wohl eher die einer Altmer, die mir ähnelte. Ich glaube, sie wollte damit die Spannungen etwas abbauen, aber ihr war nicht bewusst, was für eine beunruhigende Geste dies doch darstellte. Trotzdem sprachen wir lange Zeit. So wie Selene über die Welt sprach, war offensichtlich, dass sie kein Wesen war, für das die Zeit große Bedeutung besaß.

Die Waldelfen glauben, dass Mundus am Anbeginn nur eine wallende Masse Chaos war. Y'ffre war der Erste, der der Welt Ordnung gab und damit die Naturgesetze hervorbrachte. Andere folgten und Nirn nahm Gestalt an. Ich glaube, dass Selene der Zeit, als die Ehlnofey die Knochen der Erde formten, nicht sehr fern ist. In der Tat würde ich sogar behaupten, dass die Formwandlerin zu den frühesten Kreaturen auf Nirn gehören könnte, und ich würde ihre Formlosigkeit genau diesem Umstand zuschreiben. Meine Hypothese hierbei ist, dass sie ein Überbleibsel dieses ursprünglichen Chaos ist, dem beigebracht wurde, diese Fluidität zu kontrollieren. So wie sie über ihre Göttin, Shagrath, sprach, glaube ich, dass dieses Wesen dafür verantwortlich war, sie darin zu unterrichten, wie sie Gestalt annehmen konnte. Ob diese Entität an die Zeit verloren ging oder noch irgendwie Bestand hat, bleibt ein Geheimnis, auch wenn mir nur eine Gestalt einfällt, die seit Anbeginn der Welt besteht und eine gewisse Affinität für Spinnen besitzt. Dies ist sehr bedenklich.

Ich konnte Selene schließlich überreden, mich und meine Untergebenen, die sie eingesponnen hatte, freizulassen. Bedingung war, dass wir nie mehr ungeladen vordringen würden. Wir sollten zudem in ihrem Namen mit den Waldelfen verhandeln, die immer weiter in ihr Territorium hineinwirkten. Von einer Kreatur wie Selene kann man viel lernen, und sowohl ihr Habitat als auch ihr Wohlwollen zu wahren, ist für beide Seiten unerlässlich. Als ich in die Hauptstadt zurückkehrte, präsentierte ich diese Erkenntnisse dem Silvenar und der Grünen Dame. Beide waren von der Präsenz einer Formwandlerin in ihrem Wald beunruhigt. Eine Kreatur, die ungehindert ihre Gestalt verändern kann, steht im starken Kontrast zu ihrem Glauben, dass alles im Grün jenes Äußere erhalten hat, das Y'ffre beabsichtigte. Aber die Möglichkeit, dass sie die Welt an der Seite des Göttlichen beschritt, war für sie überzeugend genug, die Grenzen ihrer Domäne zu respektieren. Der Silvenar war davon, wie meine Gilde die Situation gehandhabt hatte, dermaßen überzeugt, dass er mir unsere erste Niederlassung in Valenwald gewährte. Ich zähle die Übereinkunft zwischen der Magiergilde, den Elfen des Grün und Selene noch immer zu meinen größten Erfolgen als Erzmagier.


Ihr seid bei euren Abenteuern in Tamriel vielleicht schon auf Selene gestoßen, aber jene, die dies taten, merken immer schnell, dass mehr hinter dieser Geschichte steckt. Freut ihr euch schon darauf, euch zusammen mit Selene in den Hort von Maarselok zu wagen? Lasst es uns wissen, über @TESOnline_DE, Instagram oder Facebook!

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Margra (07.09.2019), Deikan (07.09.2019)